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So schützen und pflegen Sie Ihr Gehör lebenslang
Warum unsere Ohren so wichtig sind und wie wir sie schützen können
16. März 2025 | Unsere Ohren sind wahre Wunderwerke der Natur: Sie ermöglichen uns nicht nur, Töne, Sprache und Musik zu hören, sondern spielen auch eine zentrale Rolle für unser Gleichgewicht.
Ein gesundes Hörvermögen ist essenziell für die Wahrnehmung unserer Umwelt, unsere Kommunikation und damit für unsere Lebensqualität. Umso wichtiger ist es, unsere Ohren richtig zu pflegen, sie vor schädlichen Einflüssen zu schützen und mögliche Probleme frühzeitig zu erkennen.
Warum gesunde Ohren so wichtig sind
Unsere Ohren leisten täglich Großes: Sie nehmen Schallwellen auf und wandeln sie in Signale um, die unser Gehirn in verständliche Informationen übersetzt. Sie begleiten uns im Alltag, sei es bei Gesprächen, beim Hören von Musik oder bei der Orientierung im Raum. Ein gutes Hörvermögen trägt auch entscheidend zu unserer Sicherheit bei, etwa im Straßenverkehr oder in Gefahrensituationen, in denen akustische Signale schnell erkannt werden müssen. Doch was passiert, wenn das Hörvermögen nachlässt? Unbehandelte Hörprobleme können weitreichende Folgen haben. Dazu zählen nicht nur die Schwierigkeit, Gesprächen zu folgen, sondern auch soziale Isolation, Konzentrationsschwierigkeiten oder sogar psychische Belastungen. Besonders ältere Menschen sind gefährdet, sich in der Folge zurückzuziehen und dadurch an Lebensqualität einzubüßen.
Studien zeigen zudem, dass unbehandelte Hörprobleme mit einem erhöhten Risiko für kognitive Beeinträchtigungen einhergehen können. Auch Kinder und Jugendliche können durch unbehandelte Hörschäden Lern- und Entwicklungsprobleme erleiden, was verdeutlicht, wie wichtig es ist, das Gehör in jedem Alter zu schützen.
Regelmäßige Reinigung – aber richtig
Ein weit verbreiteter Mythos ist, dass Wattestäbchen zur Reinigung der Ohren das Mittel der Wahl sind. Tatsächlich können sie das Ohrenschmalz jedoch tiefer in den Gehörgang drücken und im Extremfall sogar Verletzungen verursachen. Ohrenschmalz, medizinisch „Cerumen“ genannt, ist kein Schmutz, sondern erfüllt wichtige Funktionen: Es schützt das Ohr vor Staub, Schmutzpartikeln und Keimen. Eine übermäßig gründliche Entfernung des Ohrenschmalzes kann diese Schutzfunktion beeinträchtigen und das Ohr dadurch anfälliger für Infektionen machen.
Die bessere Alternative sind sanftere Methoden, wie spezielle Reinigungslösungen aus der Apotheke oder der gelegentliche Einsatz eines lauwarmen Wasserstrahls beim Duschen. Wer unsicher ist, sollte sich an einen HNO-Arzt wenden, der eine professionelle Reinigung durchführen kann. Bei Babys und Kleinkindern empfiehlt es sich natürlich, besonders vorsichtig zu sein und ausschließlich Methoden anzuwenden, die vom Kinderarzt empfohlen werden.
Zu intensive oder falsche Pflege kann die empfindliche Haut im Gehörgang reizen oder beschädigen. Auch sogenannte Ohrkerzen, die als Reinigungsmittel beworben werden, können bei unsachgemäßer Anwendung zu Verletzungen führen. Daher gilt: Weniger ist mehr. In den meisten Fällen reinigt sich das Ohr selbst, und übermäßige Eingriffe sind nicht nötig.
Schutz vor Lärm – Prävention ist der Schlüssel
Lärm ist eine der häufigsten Ursachen für Hörschäden – dabei ist er oft vermeidbar. Alltagslärm, wie beispielsweise der Verkehr in der Stadt, Baustellenlärm oder laute Musik über Kopfhörer, belastet das Gehör erheblich. Besonders gefährlich ist eine dauerhafte Lärmbelastung, die zu einem schleichenden Verlust des Hörvermögens führen kann. Schon Lautstärken ab 85 Dezibel, etwa der Geräuschpegel eines Rasenmähers, können bei längerer Einwirkung das Gehör schädigen.
Was also tun? Nutzen Sie Gehörschutz bei Konzerten oder in lauten Arbeitsumgebungen und achten Sie darauf, die Lautstärke von Kopfhörern zu begrenzen. Hier bieten moderne Kopfhörer mit Geräuschunterdrückung eine gute Alternative, da sie es ermöglichen, bei geringerer Lautstärke trotzdem alles klar zu hören.
Auch im Alltag lassen sich Lärmbelastungen reduzieren: Fenster schließen, leisere Elektrogeräte nutzen oder einen ruhigen Rückzugsort aufsuchen, wenn die Geräuschkulisse zu intensiv wird. Kleine Änderungen im Alltag können das Gehör langfristig schützen. Besonders bei Kindern sollten Eltern darauf achten, dass diese sich nicht dauerhaft in zu lauter Umgebung aufhalten. Spielsachen mit akustischen Signalen, wie zum Beispiel Sirenen, können das empfindliche Gehör von Kleinkindern belasten
Anzeichen von Hörproblemen ernst nehmen
Häufige Symptome eines beeinträchtigten Hörvermögens sind ständiges Nachfragen, das Gefühl von „verstopften“ Ohren oder das Auftreten eines Tinnitus – einem störenden Ohrgeräusch. Auch das Gefühl, dass Gespräche in lauter Umgebung schwerer zu verstehen sind, kann ein Hinweis auf einen beginnenden Hörverlust sein.
Ein weiteres Warnsignal ist die plötzliche Empfindlichkeit gegenüber lauten Geräuschen, was auf eine Überlastung des Innenohrs hindeuten kann. Menschen, die beruflich Lärmbelastungen ausgesetzt sind, etwa Handwerker oder Musiker, sollten besonders wachsam sein und regelmäßige Hörtests einplanen.
Falls Sie den Verdacht auf ein Hörproblem haben, zögern Sie nicht, ärztlichen Rat einzuholen. Der erste Weg führt meist zum Hausarzt, der Sie bei Bedarf an einen HNO-Spezialisten überweist. Ein professioneller Hörtest liefert schnelle und zuverlässige Ergebnisse über den Zustand Ihres Hörvermögens. Moderne Hörgeräte sind mittlerweile so klein und leistungsstark, dass sie sich individuell an die Bedürfnisse anpassen lassen und den Alltag erheblich verbessern können. Die Pflege unserer Ohren und der bewusste Umgang mit unserem Hörvermögen sind Investitionen in unsere Gesundheit, die sich in jedem Lebensalter auszahlen. Mit den richtigen Maßnahmen und einer frühzeitigen Reaktion auf erste Anzeichen von Problemen können wir unser Hörvermögen bewahren und so unsere Lebensqualität langfristig sichern.